Mäusestarke Links:

http://www.rassefarbmauszucht.de/farbmaus-farben.html7

http://www.diebrain.de/ma-index.html

 

 

Die Farbmaus in Zahlen:

Körperlänge mit Schwanz ca. 13 - 19 cm
Gewicht

      Weibchen 25 - 45 g, Männchen 30 - 50

Alter 1 - 3 Jahre (Männchen werden deutlich älter als Weibchen)
Tragezeit 20 - 22 Tage
Säugedauer 21 - 28 Tage je nach Wurfgröße
Anzahl der Jungen pro Wurf 5  -  15  (Durchschnitt 7 - 8)
Geburtsgewicht ca. 1g
Behaarung Beginn ab 3. Tag, volle Behaarung am 10. Tag

Öffnen der Augen
10 - 14. Tag
Erste Feste Nahrung 12 - 14. Tag
Erstes verlassen des Nestes 12 - 16. Tag
Geschlechtsreif mit 28 - 46 Tagen
Ausgewachsen mit 5 - 6 Monaten
Zuchteinsatz nach 12 Wochen

 

 

Charakteristische Geschlechtsmerkmale

Bock

Weibchen

Ausgeprägtes Revier und Markierungsverhalten 

 Revier und Markierungsverhalten nicht sehr ausgeprägt

Große und lange Aktivitätszeiten 

 Kurze Aktivitätszeiten, Gruppenabhängig

Strenge Rangordnung mit ausgeprägter Hierarchie 

 Lockerer Verband ohne Hierarchie

geringer Nestbautrieb

 hoher Nestbautrieb

eher gewohnheitsliebend

 brauchen häufiger neue Anregungen

geringer Nagetrieb

 hoher Nagetrieb

 

Männchen

Weibchen

 

 

Im Alter von 3 bis 4 Wochen kann man sich leider nur nach dem Abstand von After und Geschlechtsöffnung orientieren. Diese ist beim Weibchen etwas kleiner. Beim direkten Vergleich zweier Tiere ist es aber recht gut zu sehen. 

Dannach Ist das erkennen der Geschlechter schon einfacher da man die Böcke gut von den weibchen durch die Hoden unterscheiden Kann.

 

 

 

Mäusenachwuchs ... was ist zu tun?

Man sollte ein Aquarium oder ein Terrarium als Käfig für die Eltern wählen, aus einem Gitterkäfig mit ca. 0,7 cm können die ganz kleinen Mäusebabies entwischen.
Man sollte ihnen kein geschlossenes Holzhäuschen und auf gar keinen Fall ein geschlossenes Kunststoffhäuschen anbieten, da sich durch die Ausscheidungen der Kleinen schnell Feuchtigkeit bildet und ihre Gesundheit gefährdet.Man kann zurechtgeschnittene große, stabile Pappkartons und viel Nistmaterial. In den Karton kann man ein Sichtfenster und ein Einschlupfloch integrieren, einen Boden sollte das Häuschen zwecks Hygenischen Zwecken auch nicht besitzen. Durch das Sichtfenster hat man die Möglichkeit die Babys zu beobachten, es sei denn das Guckloch ist total verbaut worden.
Als Nistmaterial dienen Heu, Papier und Toilettenpapier.
Man sollte besonders gut saugende Einstreu wählen und ein paar Tage vor der Geburt das letzte mal gründlich reinigen. Auf keinen Fall ein vorhandenes Nest zerstören oder entsorgen. Danach reinigt man den Käfig erst wieder gründlich wenn die Babies geöffnete Augen haben und anfangen herumzulaufen. Die Kloecken sollte man ab und zu grob reinigen, dabei die Mäusemama aber nicht zu stark stören.
Es entsteht nach 14 Tagen immer eine nicht zu unterschätzende Geruchsbelästigung.
Die Tragzeit dauert ca. 21 Tage und man kann am zugenommenen Gewicht ungefähr abschätzen wie viele Babies zu erwarten sind und wann es soweit sein wird. Ungefähr 2g zugenommenes Gewicht entspricht einem Baby kurz vor der Geburt. Stark zunehmen wird die Mäusemama aber erst nach dem 17. Tag ihrer Tragzeit also 4 bis 5 Tage vor der Geburt.
Ganz wichtig ist die Ernährung während der Tragzeit und des Säugens. Viel Grünfutter oder Obst, auch mehrmals am Tag geben und mineralienreiches Trinkwasser anbieten. Ganz wichtig für die Entwicklung der Kleinen ist eine ausreichende Menge an Eiweiß anzubieten in Form von Katzen oder Hundetrockenfutter, Hundekuchen, mageres Rindfleisch oder gekochtes Eigelb. Man muss ausprobieren was die Mäusemama gerne frisst. Verweigert sie die Eiweißnahrung, werden sehr kleine Babies geboren, die meist unter Wachstumsstörungen leiden. Körnerfutter und Brot sollte man auch auf den Appetit der Mäuse umstellen.
Die Futtermenge ist ebenfalls entscheidend, wenn eine ausgewachsene Maus ca. 1 Teelöffel voll Körnerfutter frisst, verdoppelt oder verdreifacht sich die Menge während der Trag- und Säugezeit.
Ich halte es ebenfalls für sehr wichtig, das die werdende Mäusemama ein zweites Weibchen oder das Männchen bei sich hat, welches bei der Geburt hilft, sich ebenfalls um die Kleinen kümmern kann, oder zumindest die Kleinen wärmt wenn die Mama das Nest verlässt. In vielen Mäusebüchern steht das sich Mäusemännchen gerade mal am Nestbau beteiligen und der Nachwuchs ihnen egal sei.Das ist allerdings nicht so. Nur wenn das Männchen im Käfig bleibt hat man nach spätestens 4 Wochen neuen Nachwuchs, das sollte man auf jeden Fall bedenken. 


Wichtig ist auch die Kleinen spätestens nach 4 Wochen nach den Geschlechtern zu trennen, um vor allem Inzuchtverpaarungen zu vermeiden. Ein anderer Grund ist, das die kleinen Mäusedamen, die ja noch nicht ausgewachsen sind, mit dem zu erwarteten Nachwuchs normalerweise überfordert sind. Sie können sogar Wachstumsprobleme während der Trächtigkeit bekommen oder schlimmstenfalls sterben. Bei sehr kleinen Würfen alles um die 5 Mäusebabys und weniger kann es sein sie sogar schon nach etwas über 3 Wochen trennen zu müssen um zu verhindern, das die Mutter wieder gedeckt wird. In diesem Fall wäre es besonders gut wenn die Weibchen noch bei der Mutter und die Männchen noch bei dem Vater bleiben würden um genügend lernen zu können. Aber Vorsicht!!! große Vater und Sohn Gruppen sind keine guten Dauerlösungen.

Abgegeben werden sollten die Kleinen aber frühestens erst nach dem 30. Lebenstag, besser noch etwas später, damit sie von ihren Eltern auch noch genügend Sozialverhalten für ihr späteres Leben mitbekommen können. Eine zu frühe Trennung kann leider massive Verhaltungsstörungen hervorrufen.


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